Höchenschwand Strohskulpturen-Wettbewerb

Aus Stroh entsteht Leben

Was aus Stroh alles entstehen kann, das wird in Höchenschwand im Südschwarzwald auf eindrucksvolle Weise gezeigt. Die Jubiläumsauflage verspricht ein schönes Rahmenprogramm und natürlich wunderschöne Figuren. Der 10. Strohskulpturen-Wettbewerb wird vom 8. September bis 13. Oktober 2019 geboten.

Als die Idee zum Strohskulpturen-Wettbewerb vor 20 Jahren entstand, dachte vermutlich keiner daran, dass diese Veranstaltung solche Ausmaße annimmt. „Gehofft haben es die Initiatoren natürlich schon, nur hatte sich das niemand so richtig vorstellen können, dass im Ausstellungszeitraum von sechs Wochen wirklich einmal über 50.000 Besucher kommen würden“, so der jetzige Geschäftsführer Thorsten Kappler des Bauernmarktes im Ortsteil Frohnschwand.

Bauernmarkt, Trachtentanz und leckere Speisen

Neben dem Bauernmarkt an der B500 werden die Figuren von den Vereinen aufgebaut und ab dem 8. September 2019 für sechs Wochen kostenfrei zu besichtigen sein. Dieses Mal werden sich voraussichtlich elf Vereine beteiligen, so die Veranstalter. „Das hängt halt immer davon ab, ob die Vereine in ihren Kalendern auch die Zeit finden, sich der mühevollen Kleinarbeit und die zahlreichen Stunden die man braucht, um solch schöne Figuren zu bauen, freischaufeln können“ sagt der Vereinssprecher Bernd Vogelbacher, der selbst seit Beginn an dabei ist und mit seiner Trachtentanzgruppe ebenfalls für die Vielfalt der Schöpfung sorgt.

Grobe Unterbauten, die später durch viel Liebe zum Detail nicht mehr sichtbar sind, werden in Schöpfen, Scheunen und Garagen im gesamten Gemeindegebiet von den Vereinen hergestellt. Handwerkliches Geschick ist somit genauso wichtig, wie die akribische Kleinarbeit beim Flechten von Stroh, um die Figuren in Größe, Pracht und der grandiosen Erscheinung erstrahlen zu lassen. Ein Geheimnis ist immer, welche Figuren gebaut werden. Die Vereine lassen sich nicht gerne in die Karten schauen und halten ihre Figuren solange es geht unter Verschluss, damit es für alle am Aufbautag eine Überraschung bleibt.

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Anfänglich waren es einfache Figuren, die gebaut wurden. Meist aus Rundballen oder Quader-Strohballen. Inzwischen haben sich die Vereine aber ganz eigene Techniken ausgedacht und auch die eine oder andere technische Finesse eingebaut. So waren 2017 fast alle Figuren in irgendeiner Form elektronisch verstellbar oder durch einen Knopfdruck wurden von den Besuchern Töne entlockt.

Natürlich wird es auch ein Rahmenprogramm geben, so dass von 08.09. bis einschließlich 13.10.2019 ein Wiederholungsbesuch lohnt. Ein Highlight stellt natürlich immer die Prämierung der Figuren dar. Zigtausend Besucher können die Figuren mit einem Stimmzettel nach Ihrem Ermessen bewerten und die Skulptur mit den meisten Stimmen erhält dann den beliebten Besucherpreis – ein handgeschnitzter Wanderpokal. Diese Trophäe hängt dann für zwei Jahre beim Gewinner. Gewinner sind aber eigentlich alle, denn durch die intensive Vereinsarbeit, durch den unglaublichen Zuspruch und die Wertschätzung verdienen sich die Vereinsmitglieder eine ganz eigene Zusammengehörigkeit, die es wohl nur im sogenannten „Dorf am Himmel“ in dieser Intensität gibt.

Für die Besucher wird natürlich auch etwas Kulinarisches geboten. Am Bauernmarkt wird täglich von Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, und an den Wochenendtagen durch die Vereine von 10 bis 18 Uhr bewirtet. Somit geht also auch kein Besucher mit leerem Magen nach Hause.

Das gesamte Rahmenprogramm wird ab Mai auf der Homepage der Tourist Information Höchenschwand veröffentlicht.


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